Deckenbeleuchtung erhellt den Raum als Ganzes; die Wandleuchte wäscht die Fläche und gibt ihr Tiefe und Struktur. Hat ein Raum nur eine Deckenleuchte, bleiben die Wände dunkel und der Raum wirkt kleiner, als er ist. Genau diese Lücke schließt die Wandleuchte — welches Modell wohin passt, hängt jedoch von der Korpusform und der Lichtverteilung ab.
Up-Down oder einseitig?
Eine Up-Down-Leuchte gibt Licht in beide Richtungen zugleich: An der Wand entsteht ein symmetrisches Helligkeitsband, und die Leuchte selbst wird zum Gestaltungselement. In Reihe entlang eines Flurs eingesetzt, ergibt das einen rhythmischen Effekt.
Eine einseitige Leuchte sendet das Licht nur in eine Richtung — meist nach oben. In Räumen mit niedriger Decke erzeugt das an die Decke geworfene Licht eine indirekte Beleuchtung, die das Auge nicht ermüdet. In Treppenhäusern ist es dagegen sicherer, das Licht nach unten zu richten.
- Up-Down: Flur, Wohnzimmer, Hotellobby — symmetrisch und dekorativ.
- Einseitig nach oben: niedrige Decke, Schlafzimmer — indirekt und weich.
- Einseitig nach unten: Treppe, Eingang — Sicherheit auf Stufe und Boden.
Wann ist ein Wallwasher richtig?
Ein Wallwasher verteilt das Licht gleichmäßig entlang einer Fläche. Ein Strahler betont einen Punkt; ein Wallwasher beleuchtet die ganze Wand von einem Ende zum anderen mit derselben Intensität.
Gibt es eine strukturierte Wand, eine Steinverkleidung oder eine Bilderwand, hebt ein Wallwasher diese Fläche als Ganzes hervor. An einer Fassade wäscht er das gesamte Gebäude und schärft nachts seine Silhouette.
Der Abstand zur Wand bestimmt die Gleichmäßigkeit: Wird die Leuchte zu nah gesetzt, entsteht oben ein helles Band und unten Dunkelheit. Als Faustregel gilt ein Abstand von etwa einem Viertel der Deckenhöhe.
Montagehöhe
Die Höhe einer Wandleuchte folgt einem Grundsatz: Das Licht darf nicht direkt ins Auge fallen. In Wohnzimmer und Flur bleiben 180–200 cm über dem Boden über der Augenhöhe einer stehenden Person und blenden nicht.
Bei Leuchten am Bett gilt ein anderes Kriterium: Maßgeblich ist die Schulterhöhe der aufrecht im Bett sitzenden Person, und 120–140 cm über dem Boden eignen sich zum Lesen. Im Treppenhaus beleuchten 150–170 cm über der Stufe die Stufe und stören das Auge nicht.
Im Außenbereich entscheidet die Schutzart
Wird eine Innenraumleuchte draußen eingesetzt, dringt Feuchtigkeit in den Korpus und die Elektronik fällt bald aus. Bei jeder Leuchte für den Außenbereich muss die Schutzart geprüft werden.
Ein Korpus mit IP65 oder höher darf dem Regen direkt ausgesetzt sein; an geschützten Stellen wie unter einem Dachvorsprung kann IP44 genügen. In Küstenregionen mit salzhaltiger Luft gewinnt auch das Gehäusematerial an Bedeutung — ein Aluminiumkorpus rostet nicht.
Die beiden Ziffern des IP-Codes beschreiben Verschiedenes: Die erste steht für den Schutz gegen feste Körper (Staub), die zweite gegen Wasser. Bei IP65 bedeutet die 6 vollständige Staubdichtheit und die 5 Beständigkeit gegen Strahlwasser aus jeder Richtung. Bei einer Leuchte, die beim Gartengießen den Schlauch abbekommt, ist diese zweite Ziffer entscheidend.
Wie viele Leuchten, in welchem Abstand?
Wandleuchten entfalten ihre Wirkung nicht einzeln, sondern in Reihe. Im Flur hängt der Abstand von der Deckenhöhe und dem Ausstrahlungswinkel ab: Bei einer üblichen Decke von 2,4–2,7 m ergibt ein Abstand von 2–2,5 m in den meisten Fällen einen ausgewogenen Rhythmus. Je größer der Abstand, desto eher entstehen dunkle Lücken an der Wand und die Lichtreihe wirkt unterbrochen.
Im Wohnzimmer liefert eine einzelne Leuchte keine Allgemeinbeleuchtung; ihre Aufgabe ist es, eine Fläche oder eine Ecke zu betonen. Die Allgemeinbeleuchtung soll von der Decke kommen, die Wandleuchte legt eine Ebene darüber. Beides gegeneinander auszutauschen, erzeugt entweder Blendung oder zu wenig Licht.
Symmetrie liest das Auge sofort: Bei einer geraden Anzahl Leuchten an einer Wand werden sie gleichmäßig verteilt, bei einer ungeraden fällt die mittlere auf die Mitte. Gleiche Abstände zu Tür- und Fensterkanten runden die Ordnung ab.
Arten von Wandleuchten
| Art | Lichtverteilung | Am besten geeignet für | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| Up-Down | Symmetrisch in beide Richtungen | Flur, Wohnzimmer, Lobby | Zeichnet sich an der Wand ab — die Fläche muss eben sein |
| Einseitig (oben) | Indirekt an die Decke | Niedrige Decke, Schlafzimmer | Liefert allein keine Allgemeinbeleuchtung |
| Einseitig (unten) | Direkt auf den Boden | Treppe, Eingang | Höhe wird nach der Stufe eingestellt |
| Wallwasher | Gleichmäßig über die Fläche | Strukturierte Wand, Fassade | Der Wandabstand bestimmt die Gleichmäßigkeit |
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